10 einfache Tipps, wie du ganz nebenbei (und kostenlos!) etwas Gutes tun kannst

 

Die menschliche Faulheit
arbeitet unermüdlich.
— Ernst Ferstl

Ich bin faul. Aber sowas von faul. Und ich liebe es, wenn man nicht viel tun muss um etwas zu bewirken. Hab mal in einer Vorlesung gelernt, dass es dieses Mini-Max Prinzip nicht gibt (also minimaler Aufwand mit maximalem Ertrag, aber nagel mich nicht auf den Begrifflichkeiten fest). Ich bin aber der festen Überzeugung, dass es manchmal im Leben Bereiche gibt, wo man auch mit kleinem Aufwand viel reißen kann. Und wie du dir sicher schon denkst, geht es auch hier wieder um Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Also, lasst uns zusammen faul sein UND dabei Gutes tun!

 

Nutze Ecosia

Eine der wohl einfachsten Umstellungen im Anstreben einer nachtigeren besseren Zukunft ist die von der allseits beliebten Internet Suchmaschine Google auf deren grüne Alternative Ecosia (Werbung wegen Verlinkung). Wie auch alle anderen Suchmaschinen auch, finanziert sich Ecosia durch Werbeeinnahmen. Jedoch deckt Ecosia hiermit nicht nur ihren Eigenbedarf (Gehälter für Mitarbeiter etc.) sondern nutzt diese Einnahmen, um weltweit Bäume zu pflanzen. Grandiose Idee, oder? Und weil die Leute von Ecosia so cool sind, kannst du auf ihrer Seite genau nachlesen, wie das Geld aus den Werbeeinnahmen zu Bäumen wird, wo diese angepflanzt werden usw. Dich "kostet" das Ganze nur die Umstellung auf Ecosia an deinem PC und deinem Smartphone via App.

 

Bringe einen "bitte keine Werbung" Aufkleber an

Ein kleiner Aufkleber oder ein Schild an deinem Briefkasten mit der Aufforderung "Bitte keine Werbung" spart mit der Zeit eine Menge Papiermüll ein. Aber nicht nur das, auch bleiben dir so diese neuerdings in Plastik verpackten Prospekte erspart, die oft dann auch noch im Übermaß verteilt werden. Ein riesen Vorteil, den ich noch darin sehe, keine Werbeprospekte mehr zu bekommen, ist: Man spart sich gleich mehrere Wege um die Papierchen aus dem Briefkasten zu holen, in die Küche zu legen, falls man sie überhaupt liest danach dann wieder in die Papiertonne befördern ..... wie gesagt, ich bin faul ;). Bonus Nachhaltigkeits Punkt: Wenn man die Prospekte erst gar nicht zu Hause hat, wird man auch weniger zu unnützem Konsum angespornt. Falls man doch mal dringend wissen möchte, was beim Supermarkt im Dorf im Angebot ist, gibt es auch für diesen Zweck in der heutigen Zeit Apps ;)

Über https://www.wiado.de/papiermuell/ (Werbung wegen Verlinkung) kannst du dir übrigens kostenlos so einen Aufkleber via Postkarte zusenden lassen (sofern du zu den ersten 1000 Einträgen auf der Seite gehörst, denn so viele Aufkleber verschenkt Wiado innerhalb dieser Aktion). Noch einfacher geht's ja wohl kaum, oder? ;) Für die Neugierigen unter uns gibt es auf der Seite von Wiado auch noch eine Menge Fakten zum Thema Papiermüll durch Briefkastenwerbung.

 

Shoppe via Amazon Smile

Ja ich weiß, online shopping ist nicht das nonplusultra wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen (in meiner Erklärung zu Affiliate Links kannst du meine Meinung zum Thema nachlesen). Falls du aber doch mal, aus welchen Gründen auch immer, mal was über Amazon bestellen musst bzw. möchtest, dann kannst du auch hier ganz leicht ein kleines Öko Upgrade hinzubuchen. Wenn man nämlich über Amazon Smile einkauft, kann man sich eine wohltätige Organisation aussuchen, die dann anteilig von Amazon mit einer Spende unterstützt wird. Das kostet dich nicht mehr, spendet aber ganz nebenbei etwas für den guten Zweck :) Ich habe mich übrigens für den Naturschutzbund im Münsterland entschieden.

 

Nutze feste Seife statt flüssiger Handseife

Feste Seife war "früher" eigentlich immer der Standard in jedem Badezimmer. Irgendwann wurde diese aber mehr und mehr durch Flüssigseife im Plastikspender ersetzt. Back to the roots! Feste Seife hat nicht nur meistens wesentlich weniger Haut- und Umweltschädliche Inhaltsstoffe als Flüssigseife (alleine schon damit sie diesen Zustand beibehält sind eine Menge Zusätze nötig), oft kommt sie sogar ganz ohne Plastikverpackung aus oder wird direkt komplett unverpackt angeboten. Außerdem ist sie in der Regel günstiger, hält länger und nimmt auch viel weniger Platz weg.

 

reduziere deine Zeit unter der Dusche

Kennst du diesen Spruch "spart Wasser - geht gemeinsam duschen"? Ja? Ok, darauf will ich hier aber nicht hinaus ;P

Bild von http://everylastdrop.co.uk/ (Werbung wegen Verlinkung)

Bild von http://everylastdrop.co.uk/ (Werbung wegen Verlinkung)

Es spricht wirklich nichts gegen eine kleine Wellness Auszeit unter der Dusche, aber das muss ja nicht jeden Tag sein, oder? Zumal man echt viel Zeit unter der Dusche vergeudet, weil man nicht bei der Sache ist. Wenn du dir einfach mal für eine Woche vornimmst, nur das in der Dusche zu tun, was man da so zu tun hat (Haare waschen, Rest waschen, rasieren, usw usf), anstatt rumzustehen und über den Sinn des Lebens nachzudenken (schuldig!), dann hast du schon einen großen Beitrag für eine bessere Umwelt geleistet. Denn so sparst du nicht nur Wasser (und dadurch Geld!) sondern bestimmt auch eine Menge Zeit, die du zum Beispiel sowieso lieber am Frühstückstisch verbringen magst. Und überhaupt muss der menschliche Körper nicht jeden Tag grundgereinigt werden, "abspülen" reicht auch oft schon. Aber das ist ein Thema für einen anderen Beitrag ;)

 

hab' deine wiederverwendbare Wasserflasche dabei

Wenn du deine eigene Wasserflasche dabei hast, ersparst du dir eine Menge Ärger und der Umwelt so viel Plastikmüll! Der einzige Aufwand den du dafür betreiben musst, ist, daran zu denken die Flasche einzupacken. Und da wir in Deutschland das große Glück haben, überall Wasser in Trinkwasserqualität bekommen zu können, sparst du so auch noch eine Menge Geld! Hübsche und plastikfreie TO-GO Flaschen gibt es zum Beispiel von Clean Kanteen* oder Soulbottle*. Oder - noch besser! - du hast bereits eine Flasche, die du mitnehmen kannst und praktisch überall wieder auffüllen kannst. Falls du aber doch eine neue Flasche brauchen solltest kommst du übrigens am günstigsten weg, wenn du zufällig eh Lust auf einen großen Smoothie hast und dir eine von diesen riesigen Smoothie Glasflaschen holst.

 

Iss weniger Tierprodukte

Wahrscheinlich hast du schon geahnt, dass dieser Punkt kommen wird, oder?

Bild via http://cowspiracy.vhx.tv/

Bild via http://cowspiracy.vhx.tv/

Ich werde dir gewiss nicht vorschreiben, was du essen solltest und was nicht, denn das ist jedem selbst überlassen. Ich möchte an dieser Stelle nur an die Achtsamkeit, mit der wir durchs Leben gehen appelieren. Wie bei allem in Bezug auf Nachhaltigkeit, sei es Konsum, Umweltschutz oder die Müllvermeidung, geht es mir darum, dass wir als Menschen Dinge hinterfragen und uns selbst eine Meinung bilden. Um dann auf Basis dieser Meinung eigenmächtig zu handeln. Und besonders die Haltung von Tieren zum Konsum durch den Menschen ist so ein Thema, welches dieser Achtsamkeit bedarf. Wenn du neugierig bist (und das solltest du immer sein!), welchen erschütternden Einfluss die Tierhaltung auf das Klima unserer Welt hat, dann schau dir mal den Film Cowspiracy (Werbung wegen Verlinkung) an. Es ist wirklich erschreckend, welche Nachteile der Konsum von Tierprodukten (und das mal abgesehen vom offensichtlichen Leid der Tiere) mit sich bringt.

Wie gesagt wollte ich an dieser Stelle eigentlich keinen Vortrag halten, aber das Thema liegt mir derzeit einfach so am Herzen.

Tatsächlich ist es nämlich wirklich einfach, weniger Tierprodukte zu essen. Außerdem kommst du beim wöchentlichen Einkauf definitv günstiger weg, wenn du nicht so viel Fleisch kaufst! Und selbst wenn du nur sowas wie #meatlessmonday ausprobierst oder ab und zu im Restaurant die vegetarische Option von der Karte wählst, tust du damit schon viel Gutes für die Umwelt. Oder probier mal ein neues Rezept aus! Wie wäre es zum Beispiel mit meiner Käsesoße ohne Käse? ;)

 

Werde Foodsaver

Wenn du dich über www.foodsharing.de anmeldest, kannst du sofort als sogennanter "Foodsharer" loslegen und eigene Lebensmittel tauschen. Über "Essenskörbe" kannst du dort zum Beispiel Fehlkäufe, selbstgemachtes oder die reichhaltige Ernte von deinem Obstbaum anbieten und so vor dem Verderben retten. Eine Stufe weiter erreichst du über ein Quiz, um "Foodsaver" zu werden. Dann kannst du selbst bei kooperierenden Betrieben Lebensmittel abholen und so vor der Tonne retten. Diese kannst du selbst verbrauchen oder zB in der Nachbarschaft verschenken oder anderweitig spenden. Klar, so ganz faul ist dieser Punkt nicht, denn du musst ja die Lebensmittel abholen und transportieren, aber wenn man bedenkt, dass du so kostenfrei an eine Menge noch wirklich gut erhaltene Lebensmittel kommen kannst und noch anderen damit eine Freude machen kannst, lohnt sich der Aufwand doch, oder? Zum Einkaufen muss man ja doch meist auch das Haus verlassen ;). In größeren Städten gibt es auch sogenannte "Fairteiler" wo du die geretteten Lebensmittel, die du selbst nicht aufbrauchen kannst, zur Weiterverteilung hinbringen kannst.

Also schau mal unter www.foodsharing.de, denn ich bin mir sicher bei dir in der Nähe wird auch noch Hilfe zum Lebensmittelretten gebraucht :)

 

Wechsle zu einer "grünen" Bank

Das Konzept der "grünen" beziehungsweise ethischen Bank ist mir selbst noch neu und der Wechsel zu so einem nachhaltigen Geldunternehmen steht auch ganz oben auf meiner To Do Liste. So wie ich das auch tat, fragst du dich wahrscheinlich jetzt was deine Bank überhaupt mit Nachhaltigkeit und der Umwelt zu schaffen hat und wo da die Verbindung besteht. Im Großen und Ganzen geht es in diesem Punkt darum, was die Bank mit deinem Geld macht und welche Organisationen sie unterstützt (oder eben nicht). Das sind alles Dinge, die einen kaum im Alltag beschäftigen, dennoch kann man durch den Wechsel zu einer grünen Bank dafür sorgen, dass sein Geld in Dinge investiert wird, die für eine bessere Zukunft sorgen. Einen tollen Artikel mit Vergleichen verschiedener Öko Banken findest du bei Utopia.de (Werbung wegen Verlinkung).

 

Iss mehr saisonales und regionales Obst und Gemüse

GemüsevomVortag.jpg

Ein Punkt, an dem ich selbst definitv noch arbeite, ist der Umstieg auf regionales Obst und Gemüse. Sogar auf dem Wochenmarkt kommt das Grünzeug ja teilweise von weither, und wenn man einfach kauft was gerade da ist, hat man schnell mal eine Mango die mit dem Flugzeug angereist ist und Avocados vom anderen Ende der Welt im Einkaufskorb. Wenn man sich also ein bisschen damit beschäftigt, welches Obst und Gemüse gerade Saison hat, dann kauft man meist fast automatisch auch regional ein. Denn das sind meist auch die Sorten, die dann im Überfluss auf dem Markt angeboten werden, und das auch noch günstiger. Ein bisschen Augen aufhalten kann also der Umwelt schon viel Gutes tun.

 

Zusammenfassung:

  1. Nutze Ecosia

  2. Bringe einen "Bitte keine Werbung" Aufkleber an

  3. Shoppe via Amazon Smile

  4. Nutze feste statt flüssiger Handseife

  5. Reduziere deine Zeit unter der Dusche

  6. Hab' deine wiederverwendbare Wasserflasche dabei

  7. Iss weniger Tierprodukte

  8. Werde Foodsaver

  9. Wechsle zu einer "grünen" Bank

  10. Iss mehr saisonales und regionales Obst und Gemüse

 

Eigentlich ist es so einfach und ohne großen Aufwand umsetzbar, etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Wenn man mit kleinen Schritten wie hier aufgeführt anfängt, und dadurch vielleicht noch den einen oder anderen in seinem Umfeld inspiriert, können wir wirklich etwas bewegen.

Welche Punkte meiner Liste für faule Weltverbesserer kannst du sofort umsetzen? Was tust du schon faules und kostenloses im Alltag, um nachhaltiger zu leben?

Vielleicht denkst du dir bei einigen meiner Punkte ja auch "Au man, das mach ich doch sowieso immer schon so!". Umso besser! Wir sind alle an einem anderen Punkt auf unserer Reise zu mehr Nachhaltigkeit und können immer von einander lernen. Welche einfachen Tipps fallen DIR noch ein, wie man ganz nebenbei und kostenlos etwas Gutes tun kann?

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