9 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

 

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Alle Meinungen sind meine eigenen und ich empfehle dir hier auf EcoFairy.Org nur Produkte und Organisationen, die ich selber nutze oder nutzen würde und die meine Werte teilen.


Jährlich werden allein in Deutschland über 4 Millionen Tonnen(!!!) Lebensmittel weggeschmissen. Krass, oder? Das wären dann am Tag pro Person ungefähr 200 Gramm. Und jetzt überleg mal, wieviel Geld das alles gekostet hat. Weggeschmissen. Vor allem, wie viele Menschen man damit hätte ernähren können. In diesem Überfluss, in dem wir leben, scheint uns leider die Wertschätzung von Lebensmitteln gewaltig abhanden gekommen sein. Falls du dich mit mir zusammen wieder für mehr Achtsamkeit für unser Essen und gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen willst, ist das hier der richtige Artikel für dich.


Bild: www.zugutfuerdietonne.de

Bild: www.zugutfuerdietonne.de


Was du im Alltag tun kannst, um nicht nur wertvolle Lebensmittel zu retten sondern dabei auch noch Geld zu sparen, zeige ich dir heute. Das sind meine 9 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung:



Friere Lebensmittel ein, bevor sie schlecht werden

Tiefkühlgläser.jpg

Großen Auflauf gemacht und dann doch keine Lust mehr drauf gehabt? Beerensaison und du weißt nicht, wie du die alle essen sollst?
Ab ins Tiefkühlfach damit! Gerade über portionsweise eingefrorene Überreste von Mahlzeiten freue ich mich immer sehr, wenn ich keine Lust oder Zeit habe zu Kochen. (Das geht übrigens auch ganz einfach und vollkommen plastikfrei im Glas. Achte hierbei nur darauf, dass du deine Gläser nur zu 3/4 befüllst, damit sich der Inhalt beim Einfrieren noch ausdehenen kann.) Eingefrorenes Obst kannst du später super für Smoothies oder Smoothiebowls verwenden oder im Sommer davon Nicecream machen.


Verwerte hässliches Obst und Gemüse bevor es zu spät ist

Matschig gewordenes Obst macht sich zum Beispiel fabelhaft als Crumble mit Haferflocken im Ofen überbacken. Gemüse, welches seine besten Zeiten hinter sich hat, kannst du zu aromatischem Ofengemüse (ordentlich einfetten und würzen und bei 200°C im Ofen rösten, bis es gut gebräunt ist) verarbeiten oder zu Gemüsesoße verkochen. Dazu einfach das Gemüse durchgaren und zusammen mit Gewürzen, eventuell Pflanzenmilch und Hefeflocken zu einer cremigen Soße pürieren.
Mein Rezept für würzigen Möhrendip/Aufstrich eignet sich übrigens auch ganz hervorrangend, um schrumplige Möhrchen einfach und lecker zu verarbeiten.


Kaufe nur was du wirklich brauchst

Solltest du schon plastikfrei einkaufen (High Five für dich!), wird dir aufgefallen sein, dass du automatisch weniger Lebensmittelabfälle hast. Wenn man nämlich nicht mehr an die einem vorgegebenen Verpackungsgrößen gebunden ist, kauft man mit der Zeit instinktiv nur noch das, was man braucht. Ansonsten hilft es ungemein, vorher aufzuschreiben, was du einkaufen möchtest. Und ich weiß, dass du diesen Tipp sicher schon zig Mal gehört hast, aber sich eine Einkaufsliste zu schreiben und auch daran zu halten, ist einer der einfachsten Wege um etwas gegen Lebensmittelverschwendung zu tun. Ich benutze für meinen Einkaufszettel entweder die Rückseite von egal welchem Schreiben auch immer, welches ich nicht mehr brauche, oder die Notizen App auf meinem Handy.

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Sharing is caring

Falls du doch mal etwas eingekauft haben solltest, was dir eventuell im Nachhinein nicht so zusagt oder wovon du nur einmal eine kleine Menge benötigt hast (Gewürze für exotische Rezepte sind immer prädestiniert dafür) frag’ doch einfach mal bei Freunden oder Bekannten nach, ob sie noch Verwendung dafür haben. Wenn man einfach frei raus sagt “ich hab das gekauft, mag es aber doch nicht so gerne/brauche es kaum, und es wäre doch schade, wenn man es wegschmeißen müsste” findet das sicher niemand merkwürdig. Ich hab so sogar schon Lebensmittel tauschen können gegen etwas, was ich lieber mag und für das ich auch Verwendung in meinen alltäglichen Kochgewohnheiten finde. Über Foodsharing kannst du auch ungewollte Lebensmittel mit anderen Foodsharern teilen, falls sich in deinem näheren Umfeld niemand dafür finden sollte.



Mixbox von  etepetete  (Werbung | PR Sample)

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kaufe hässliches Obst und Gemüse

“Aber wie kann denn das gegen Lebensmittelverschwendung helfen?” - Ganz einfach! Je mehr Menschen Obst und Gemüse kaufen, welches nicht der üblichen “Schönheitsnorm” entspricht, umso weniger muss davon am Ende des Tages durch die Verkäufer aussortiert werden. Hierzu gehört auch der Kauf von einzelnen Bananen, die sonst einsam und verlassen in der Tonne landen würden. Unternehmen wie etepetete bieten sogar Abokisten mit unförmigem Obst und/oder Gemüse an, mit denen du dir aussortierte Ware in Bio Qualität direkt nach Hause liefern lassen kannst. Etepetete “retten” die Lebensmittel direkt beim Bauern, und wie du hier auf dem Bild sehen kannst, sind diese in einwandfreiem Zustand und die “Schönheitsfehler” auch kaum vorhanden.

Übrigens: Mit dem Code “ecofairy” bekommst du auf deine erste etepetete Retterbox 5€ Rabatt :)

Plane deine Mahlzeiten

Und nein, damit meine ich nicht das akribische Durchplanen eines jeden Snacks oder dass du 7 mal die Woche das selbe frühstücken sollst (herrje, das hab ich weit hinter mir gelassen!). Bei diesem Tipp geht es allein darum, einen ungefähren Überblick über deine Woche zu haben.

Worauf hast du Lust? Vielleicht ein Curry oder Lasagne (wie meine Süßkartoffel Jackfruit Lasagne zum Beispiel? ^^) ? Hast du überhaupt Zeit zum Kochen und wie oft bist du zu Hause? Allein dieses Bewusstsein kann dir dabei helfen Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Denn so kannst du ganz gezielt deine Einkaufsliste schreiben und füllst so Kühlschrank und Vorratskammer nur mit Dingen, die zueinander passen und die du auch zeitig verwerten kannst.

Gib Essensresten einen neuen Sinn

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Brot auf einmal furztrocken geworden?

Daraus kannst du zum Beispiel noch Paniermehl, Croutons oder Knoblauchbrot machen. Die beste Verwendung für altes, trockenes Brot - und eigentlich sogar ein Upgrade! - ist meiner Meinung nach French Toast.


Reste, die beim Gemüseschnibbeln anfallen, kannst du sammeln und einfrieren, bis du genug hast um daraus eine deftige Gemüsebrühe zu kochen. Besonders gut dafür eignen sich Zwiebelschalen, Stiele und Strünke von Kräutern oder Schalen von zB Möhren und Kartoffeln.

rette Lebensmittel

Um nicht nur innerhalb der eigenen 4 Wände etwas gegen Lebensmittelverschwendung zu tun, kannst du dich zum Beispiel ehrenamtlich über Foodsharing.de als Foodsaver anmelden und so Lebensmittel von Betrieben retten, die während der Öffnungszeiten nicht verkauft worden sind und sonst in der Tonne landen würden. So kommst du nicht nur vollkommen kostenfrei (bis auf deine Zeit und dein Engagement musst du nichts hergeben) an meist noch gänzlich makellose Lebensmittel, sondern kannst auch noch etwas Gutes tun, indem du den Überschuss den du selbst nicht aufbrauchen kannst an Nachbarn und Freunde fairteilst. Ein wirklich schöner Nebeneffekt den ich bei mir selbst wahrgenommen habe, seitdem ich Foodsaver bin, ist das wachsende Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Nachbarschaft. Alle sind hellauf begeistert, dass ich mich für so einen guten Zweck einsetze, und ich bin mir sicher dass dadurch auch ein wenig das eigene Konsumverhalten in den Fokus rutscht.

gerettetes Obst und Gemüse vom Hammer Wochenmarkt

gerettetes Obst und Gemüse vom Hammer Wochenmarkt


Eine weitere Möglichkeit, um Lebensmittel zu retten, ist durch das Unternehmen Sirplus. Mit einem Rettermarkt und mehreren Markt-Standorten in Berlin und einem Online Shop bietet dir Sirplus in ganz Deutschland Waren an, die entweder nah am Mindesthaltbarkeitsdatum sind oder dieses schon überschritten haben. Somit können diese Lebensmittel im regulären Supermarkt nicht mehr verkauft werden, sind aber qualitativ alle noch genießbar und gesundheitlich unbedenklich. Außerdem kann man so in den vergünstigten Genuss von einigen Dingen kommen, die man sonst aufgrund der Plastikverpackung nicht gekauft hätte (denn wenn Lebensmittel vor der Tonne gerettet werden ist der Verzicht auf Plastik zweitrangig finde ich).


Über die App TooGoodToGo kannst du ganze Mahlzeiten und zubereitete Gerichte aus Restaurants und Cafés in deiner Nähe zum vergünstigten Preis “retten”, wenn diese kurz vor Ladenschluss nicht mehr verkauft werden (können). So kannst du nicht nur etwas gegen Lebensmittelverschwendung tun, sondern dir auch direkt das Kochen und ein bisschen Geld sparen. Frage am besten noch vorher im entsprechenenden Restaurant nach, ob du deinen eigenen Behälter für das Essen mitbringen kannst, um keinen unnötigen Verpackungsmüll zu produzieren.

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erstelle eine Capsule Pantry

Von einer Capsule Wardrobe hast du schon mal gehört, oder? Dabei geht es darum, nur eine gewisse indivuelle Anzahl an Kleidungsstücken zu besitzen, die sich alle untereinander kombinieren lassen. Sinn dahinter ist, weniger Zeit und Gedanken für das tägliche Anziehen zu verschwenden und nur Dinge zu besitzen, die man wirklich mag und regelmäßig trägt (der Traum eines jeden Minimalisten…ich arbeite noch daran).

Die Idee hinter einer Capsule Pantry ist ähnlich: Dabei sollen sich im besten Fall nur Lebensmittel in deiner Vorratskammer (und dem Kühlschrank) befinden, die du wirklich gerne magst und regelmäßig isst, und die sich untereinander zu einer Vielzahl von verschiedenen Mahlzeiten kombinieren lassen. Also keine exotischen Gewürze, die du nur einmal und niewieder brauchst, oder ach-so-tolle Superfoods, die dich so im Regal angelacht haben und ja auch so furchtbar gesund sind, dass du die ganz bestimmt ab sofort immer in deinen Smoothie mixen wirst (wirst du nicht).

Zum Konzept der Capsule Pantry wird es, wenn meine eigene Vorratshaltung soweit ist, noch einen detaillierteren Beitrag geben. Aber für den Anfang könntest du dir zum Beispiel ein paar Fragen zu deinen Basics stellen, um einer Capsule Pantry näher zu kommen: Welche Art von Getreide isst du regelmäßig? Bist du eher Team Reis oder Team Kartoffel? Welche Gewürze benutzt du andauernd? Welches Gemüse isst du wirklich gerne (und nicht nur, weil es ja so schrecklich gesund ist)? Was kaufst du immer wieder, nur damit es dich dann wochenlang vorwurfsvoll aus dem Kühlschrank anstarrt? (Mach dir davon eine “nicht mehr kaufen” Liste!)

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Das waren meine 9 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung!

Fallen dir noch mehr ein? Schreib mir doch einen Kommentar, damit die Liste weiter wachsen kann :)



*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links zur Unterstützung meines Blogs.
Warum Affiliate? Meine Erklärung dazu findest du >hier<. Vielen Dank für dein Verständnis!