Jahresrückblick der Nachhaltigkeit 2018 - meine nachhaltigen Erfolge in diesem Jahr

 

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Alle Meinungen sind meine eigenen und ich empfehle dir hier auf EcoFairy.Org nur Produkte und Organisationen, die ich selber nutze oder nutzen würde und die meine Werte teilen.


Gegen Ende eines jeden Jahres häufen sie sich überall - die Jahresrückblicke. Ob dabei nun die größten Promi-Skandale oder andere weltbewegende Nachrichten rückblickend betrachtet werden, kaum ein Fernsehsender (oder auch Instagram-Account) ist zu dieser Zeit frei von irgendeiner Art des Rückblickes.

Und weil ich mich durch diesen allgemein vorherrschenden Jahresrückblick-Hype habe anstecken lassen, hab ich heute für dich meinen ganz persönlichen Jahresrückblick - und zwar einen Jahresrückblick der Nachhaltigkeit. Da dieses Jahr ein ganz besonderes für mich war und ich viele Schritte in ein grüneres Leben gegangen bin, möchte ich darauf zurückblicken und dadurch mir selbst und auch dir noch mal ins Gewissen rufen, dass auch die kleinen Schritte viel bewegen können, wenn wir sie nur gehen. Ich hoffe dir mit diesem Jahresrückblick der Nachhaltigkeit Motivation für das nächste Jahr mit auf den Weg zu geben und ein Stück weit für mehr Achtsamkeit für diese (teilweise sehr klein scheinenden) Schritte in Richtung nachhaltigeres Leben sorgen.



plastikfrei einkaufen und BYOB (bring your own bag)

plastikfrei einkaufen Obst und Gemüse - Jahresrückblick der Nachhaltigkeit 2018.jpg

Man tut, was man kann!

In meinem Wohnort Hamm gibt es leider bisher (noch!) keinen Unverpackt Laden. Dennoch versuche ich, wo es geht unverpackt oder wenigstens plastikfrei einzukaufen. Das funktioniert leider nicht immer, aber wenigstens bei Obst und Gemüse ist es durch den Besuch auf dem Wochenmarkt ziemlich einfach, plastikfrei einzukaufen. Aber auch im normalen Supermarkt habe ich immer meine Obst- und Gemüsenetze dabei und wähle mein Gemüse auch manchmal nach Verpackungs-Option aus (wenn es etwas ausschließlich in überflüssigem Plastik verpackt zu kaufen gibt, dann entscheide ich mich lieber für etwas anderes Unverpacktes).




Auf nimmer Wiedersehen, Fast Fashion!


Seit diesem Jahr habe ich kein einziges Kleidungsstück mehr “unfair” gekauft. (Ok, ich hab sowieso kaum Kleidung gekauft, Minimalismus sei Dank!)

Fast Fashion ist ein großes Problem in der heutigen Zeit und füttert die Konsumgesellschaft mit billigem Ramsch, für den Arbeiter*innen in fernen Ländern für Hungerlöhne unter grausamen Bedingungen arbeiten müssen. Nachdem ich den Film “The True Cost” gesehen hatte, wollte ich da einfach nicht mehr mit machen.

Bild: truecostmovie.com

Bild: truecostmovie.com

Und ich war früher der reinste Shop-a-holic sag ich dir. “Shoppen gehen” hätte ich als eins meiner Hobbies bezeichnet. Wenn es mir schlecht ging, ging ich shoppen. Der einzige Weg, wie ein Fast Fashion Teil heute noch in meinen Kleiderschrank finden würde, wäre als Second Hand Artikel. Und darauf bin ich ziemlich stolz!

Außerdem habe ich in diesem Jahr kein einziges Paar Schuhe gekauft. Und das als jemand, der jede neue Farbe von Rehbock Classics haben “musste” und zusätzlich dazu 2-3 Paar Sportschuhe gekauft hat. Im nächsten Jahr möchte ich meine Schuhsammlung noch einmal unter die Lupe nehmen, denn man braucht tatsächlich viel weniger Schuhe, als man denkt bzw. als die Werbung es einem weißmachen will.

 
Zero Waste Tee mit Zitrone und Ingwer - Jahresrückblick der Nachhaltigkeit 2018.jpg

Freiheit für die Teeblätter!



Nachdem ich in diesem Jahr mehr und mehr meiner riesigen Tee-Sammlung aufgebraucht habe (Hamster in recovery, auf dem Weg zum Minimalismus) bin ich endlich auf losen Tee umgestiegen.

Warum? Weil selbst in fast allen Teebeuteln Plastik enthalten ist! (der Scheiß ist überall)

Und selbst wenn nicht, ist ein Teebeutel auch nur ein Einmal-Produkt, welches nach einmaligem Gebrauch in der Tonne landet und unnötigen Müll verursacht. Stattdessen befülle ich jetzt einen wiederverwendbaren Teefilter bzw. meine Teezange mit losem Tee und spare so eine Menge Müll. Oder ich mache mir Tee aus frischem Ingwer und Zitronenscheiben wie auf dem Bild.

Außerdem hab ich dieses Jahr das erste Mal selber Blätter (Erdbeer und Brombeer) und Blüten(Lavendel) aus dem Garten gesammelt, um sie für Tee zu trocken. Ich finde, das gibt noch ein extra Sternchen auf der Nachhaltigkeits-Skala, oder?

 

grüne … Bank?

Ja genau, aber nicht die zum drauf sitzen. Bis zu diesem Jahr war mir das Konzept einer grünen bzw. ethischen Bank auch noch fremd. Was soll schon an einem Geldunternehmen unnachhaltig sein?

Naja, eben das, was diese Unternehmen mit deinem Geld anstellen, kann in Konzerne fließen, die du nie freiwillig damit unterstützen wollen würdest. Waffenherstellung zum Beispiel. Oder Massentierhaltung. Ethische bzw. grüne Banken hingegen, legen dir nicht nur transparent dar, wofür dein Geld dort “arbeitet”, sondern unterstützen oft auch noch nachhaltige Unternehmen und Projekte. In diesem Artikel von Utopia findest du eine Übersicht über ethische Banken, um dir den Wechsel zu vereinfachen.






Lebensmittelretten als Lebensaufgabe

Lebensmittelretten via Foodsharing - Jahresrückblick der Nachhaltigkeit 2018.jpg

Mitte des Jahres erfuhr ich durch Zufall durch den Westfälischen Anzeiger, dass es am kommenden Samstag auf dem Hammer Wochenmarkt einen Stand vom Foodsharing geben würde. Das hatte mich schon lange interessiert! Ich ging hin und erkundigte mich und schwuppdiwupp war ich erst Foodsaver, dann Betriebsverantwortliche und werde bald sogar Botschafterin.

Es ist einfach furchtbar, wie viele Lebensmittel täglich weggeschmissen werden (und werden würden, wenn wir Foodsaver sie nicht retten würden), wobei diese oft noch in gutem Zustand sind. Durch dieses Ehrenamt habe ich schon viele tolle Dinge entdeckt und gekocht, die mir sonst in meinem Küchentrott sicher entgangen wären, und viele gleichgesinnte Menschen kennengelernt.

Wenn du mehr über Foodsharing erfahren möchtest, schau doch mal auf www.foodsharing.de für alle Infos aus der ofiziellen Quelle. Foodsharing Hamm findest du auf Facebook und Instagram. Mehr Tipps zum Lebensmittelretten im Alltag habe ich dir in meinem Artikel hier zusammengefasst.

Die Aufgabe als Foodsaver hat mein Leben in diesem Jahr grundlegend verändert und so unglaublich bereichert!


PS: Die meisten meiner Rezepte enthalten übrigens oft gerettete Lebensmittel. Falls dir also mal ein nicht so perfekter Apfel ins Auge stechen sollte, liegt es daran ;)



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weniger Plastik im Badezimmer

Im Badezimmer habe ich wie ich finde in diesem Jahr große Fortschritte in Richtung plastikfreies Leben gemacht. Auch wenn ich aufgrund meiner Zahnspange bisher noch meine elektrische Zahnbürste mit Plastik-Köpfen benutzen muss, mache ich z.B. meine Zahnpasta selbst und spare dadurch viel Plastik und schädliche Chemikalien. Auch der Umstieg von flüssiger Seife im Plastik-Spender auf ein festes Stück Seife hat super geklappt und ist für mich mittlerweile völlig normal.

Konventionelles Shampoo benutze ich sowieso schon lange nicht mehr, aber auch da bin ich in diesem Jahr auf Haarseife von Loona Skincare umgestiegen und bin sehr zufrieden. Auch mein Gesicht wasche ich mit der Tonerde-Seife von Loona Skincare und Duschgel aus der Plastikflasche habe ich durch feste Seife ersetz.

Für die Zero Waste Haarentfernung bin ich auf einen Rasierhobel umgestiegen (hier findest du meinen ausführlichen Bericht zum plastikfreien Rasieren mit dem Rasierhobel) und spare so eine Menge Plastikmüll.

Im Bereich der dekorativen Kosmetik bin ich zwar noch nicht komplett plastikfrei unterwegs, habe aber auf ausschließlich Naturkosmetik und vegane/tierversuchsfreie Produkte umgestellt.




ökologischer Putzen

Auch in der Küche habe ich viele Einweg-Utensilien und Plastik verbannt in diesem Jahr.

Küchentücher benutze ich mittlerweile gar nicht mehr und wische Kleckereien mit feuchten Lappen ab, die ich aus einem zu klein gewordenen Pulli gemacht habe. Unter der Spüle habe ich eine alte ausrangierte Plastikbox, in der ich dann alle Küchenlappen bis zur nächsten Wäsche sammle.

Zum Spülen bin ich neben der Verwendung von einer plastikfreien Holz-Spülbürste auch auf ein Stück Seife statt Spüli umgestiegen, um Plastik und unnötige Tenside im Abwasser zu vermeiden. Für die Spülmaschine benutze ich ökologischere Spülmaschinentabs als früher, möchte aber nächstes Jahr auch hierfür mal ein DIY ausprobieren.

 
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“Strohhalm brauch ich nicht, Danke!”

Mittlerweile ist das Thema “Strohhalm-Verbot” ja gottseidank schon fast mainstream geworden, trotzdem muss man als Zero Waste’ler auf Zack sein, wenn man bei jedem Getränk außer Haus den Plastik-Trinkhalm vermeiden möchte. Ich habe meistens meine wiederverwendbaren Trinkhalme aus Edelstahl (hier im Bild von Oceantale) in meinem Zero Waste Kit dabei und mache so einen bleibenden Eindruck bei der Bestellung.

 

Bio und regional/saisonal

Seit diesem Jahr achte ich besonders auf Lebensmittel aus biologischem Anbau, die im besten Fall noch aus Deutschland kommen und gerade Saison haben. Dadurch spare ich nicht nur Geld, sondern erspare der Umwelt viele schädliche Gifte und einen hohen CO² Ausstoß durch lange Transportwege.

Wenn ich dennoch Lust auf z.B. Avocados oder Bananen habe, versuche ich diese zu “retten”, also beispielsweise als Single-Bananen zu kaufen oder bewusst Ware zu kaufen, die höchstwahrscheinlich aussortiert und somit im Müll landen würde. Mehr zum Thema Lebensmittelverschwendung bzw. Lebensmittelretten findest du hier.


Vegan leben

Seit Mitte diesen Jahres lebe ich vegan. Das ist etwas, wofür ich dich noch vor einem Jahr lauthals ausgelacht hätte. Meine Lieblingsstelle im Songtext von “Leider geil” war nämlich immer “Ich winke dem Veganer mit dem Mund voller Hackfleisch” - true story!

Es gibt viele gute Gründe dafür, auf tierische Produkte zu verzichten, aber da dies hier ja ein Jahresrückblick der Nachhaltigkeit ist, sei nur so viel gesagt: Die Massentierhaltung ist der schlimmste Klimasünder von allen. Wenn du wissen magst, warum genau, schau dir den Film Cowspiracy an.




Perfektionismus, nein Danke!

Ich neige zu Extremen. Entweder ganz oder gar nicht. Diese Einstellung ist in vielen Bereichen des Lebens nicht gerade zuträglich, genauso hilft sie einem im Bezug auf ein nachhaltigeres Leben nicht weiter.

Bei dem Übergang in ein “grüneres” Leben gibt es viele Grauzonen und Kompromisse. Eine Plastikverpackung, der du nicht aus dem Weg gehen konntest, weil du deine/n Beutel/Dose/Trinkhalm zu Hause vergessen hast, macht ja nicht alle tollen Entscheidungen ungeschehen. Jeder kleine Schritt, den du und ich bewusst in Richtung mehr Nachhaltigkeit gehen, ist wichtig und wertvoll. Lass uns also auch im nächsten Jahr die kleinen Erfolge feiern, auf dass sie uns zu noch größeren Taten motivieren mögen!

Das waren meine nachhaltigen Erfolge im Jahr 2018! Wie sieht es bei dir aus? Worauf bist du in diesem Jahr besonders stolz?

Ich hoffe ich konnte dir mit meinem Jahresrückblick der Nachhaltigkeit ein bisschen Motivation für 2019 mit auf den Weg geben und dich zum Nachdenken anregen, damit auch du deine kleinen Erfolge feierst!

Wir sehen uns im nächsten Jahr! :)

Jahresrückblick der Nachhaltigkeit - nachhaltige Erfolge 2018.jpg
 


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