#plasticfreejuly - Woche 1 im plastikfreien Juli - Tagebuch von Carolina Fee

 

Wir schreiben den 08.07.2018 und somit das Ende der ersten Woche im plastikfreien Juli.... Ok, das klingt jetzt doch mehr nach dramatischem Roman als nach mir (habe wohl zuviel Jane The Virgin geguckt ^^). Auf jeden Fall dachte ich mir, ich dokumentiere hier in einer kleinen Blog Serie meine Erfahrungen und erzähl dir überhaupt erst einmal was über den #plasticfreejuly. (Und ja, ich mache damit sozusagen auch Werbung für eben diese Non-Profit Organisation)

Plastic Free July - Say No to Single Use Plastic 300ppi.png

Was ist der #PlasticfreeJuly?

Der plastikfreie Juli ist eine weltweite Bewegung, die zur Reduktion von Plastikmüll anregen soll und im Allgemeinen auf das Problem aufmerksam machen will. Mit den Hashtags #choosetorefuse und #plastikfreejuly nehmen über 2 Millionen Privatpersonen und Unternehmen teil und teilen ihre Aktionen und Alternativen mit der Welt. Die vier größten Plastikmüll Verursacher, nämlich Plastik Trinkhalme, Coffee To Go Becher, Plastiktüten und Plastikflaschen, sollen verstärkt angegangen werden. Dadurch kann jeder einen kleinen Beitrag leisten und dennoch einen großen Einfluss auf die Umwelt haben. Hier noch ein lustiges Video von den Initiatoren von PlasticfreeJuly.Org :)

 

Was sind meine Ziele für den plastikfreien Juli 2018?

Da ich so gut ich kann weitestgehend schon auf die obengenannten 4 Plastik-Schleudern verzichte, möchte ich in diesem plastikfreien July (der auch mein erster innerhalb meines Zero Waste Lebens ist) meine Gewohnheiten festigen, weitere Alternativen für Plastik in meinem Alltag finden und mich einfach trauen, ein "Öko" zu sein :). Ich werde das Gespräch suchen und hoffentlich den Gedanken des grüneren Lebens weiter verbreiten können.

Außerdem möchte ich dringend endlich mal von meiner Cocosmilch im Tetrapack auf welche in Dosen umsteigen, denn da hab ich einen ziemlich hohen Verbrauch. Nutze Cocosmilch so ziemlich überall vom Kaffee bis zu Rezepten und bin auch was den Geschmack angeht ziemlich pingelig und mag nicht jede. Aber man wächst ja schließlich mit seinen Aufgaben, nech?

 

Woche 1 #PlasticfreeJuly 01.07 - 08.07.2018

Da ich am Freitag auf eine Outdoor Party gehen wollte, hab ich mir am Samstag zuvor ein Paar Edelstahl Becher von Kivanta (Werbung wegen Namensnennung, alles selbst gekauft) bestellt. Extra noch dazugeschrieben, dass sie es doch bitte ohne Plastik verpacken möchten. Als dann am Dienstag mein Paket kam, war zwar die komplette Umverpackung aus Papier (was ja schon sehr löblich ist!) aber bei näherem Betrachten leider jeder einzelne Becher im Tütchen verpackt. Gut, vielleicht war das ja einer dieser neuartigen plastikähnlichen Stoffe, die aus Maisstärke hergestellt werden und kompostierbar sind, aber optisch sahen die Tütchen nach klassischem Plastik aus. Muss unbedingt dran denken, dass ich da noch mal nachhake!*

Wie dem auch sei, ich habe nun Partybecher aus Edelstahl in meinem Zero Waste Arsenal, die mir helfen werden eine Menge Single Use Becher auf Veranstaltungen zu sparen. Und die Tütchen werde ich noch weiter benutzen, damit sie nicht ganz umsonst ihren Weg zu mir gefunden haben.

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*Nachtrag: Habe bei Kivanta nachgefragt, und es sind tatsächlich Plastiktütchen, da die vom Hersteller der Becher so mitgeliefert werden, um ein Verkratzen zu verhindern. Kivanta selbst kauft jedoch keine Verpackungsmaterialien mit Plastik hinzu und vertreibt seine Eigenmarken komplett plastikfrei. Dieser Online Shop setzt sich also wirklich für einen müllarmen Einkauf ein und ich kann ihn dir mit gutem Gewissen für eventuelle Neuanschaffungen (falls dir noch Untensilien für dein Zero Waste Kit fehlen zum Beispiel) empfehlen :)

 

Ansonsten träume ich immer noch von einem Besuch beim Einzelhandel zum Wohlfüllen in Münster (Werbung wegen Namensnennung), damit ich endlich mal wieder Reis und andere Trockenwaren auffüllen kann. Allerdings habe ich immer noch so einiges im Vorratsschrank, was ich bis dahin noch aufbrauchen könnte und sicher auch sollte.



Am Donnerstag gab's Pommes von der Bude in der Nähe in der selbst mitgebrachten Schüssel. Gegessen mit meinem geliebten Göffel aus Titan. Die Frau von der Pommesbude kennt mich schon als die mit der Schüssel :D #ökoundstolzdrauf

 

Die Müllbilanz der Strandparty am Freitag Abend ist auch recht gut ausgefallen: Mit den Edelstahl Bechern hat alles gut geklappt und es hat sich auch nur ein Plastikstrohhalm in unsere Getränke verirrt, weil der Barkeeper schneller war als man gucken konnte. Allerdings gab es dort sowieso wiederbenutzbare Pfandbecher, zwar aus Plastik, aber ich finde das ist doch wenigstens schon ein Schritt in die richtige Richtung. Außerdem hab ich direkt am Eingang mein "Nein Danke" trainieren können, denn da wurden gratis Kaugummis, Kondome und/oder Feuerzeuge verteilt.

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Am Samstag gab es wieder frisches Obst und Gemüse vom Wochenmarkt in Hamm, welches meine Ma souverän mit meinen wiederverwandbaren Beuteln von EcoYou* (Werbung wegen Namensnennung) gekauft hat, da ich selbst nicht hingehen konnte. Die Ausbeute hab ich anschließend zu neuem Möhrengrün Pesto, 2 verschiedenen Varianten Möhrendip und pinkem Hummus verarbeitet. Leider fehlten mir die Hefeflocken fürs Pesto, also hab ich im Dorf noch mal alle Läden danach abgeklappert - leider ohne Erfolg. Dabei hab ich aber diese zuckersüßen Espresso Tassen entdeckt, die komplett plastikfrei verpackt waren - Yay! :)

 

 

 

Sonntags konnte ich nicht widerstehen beim Gassi gehen mit Sam ein bisschen die Nachbarschaft aufzuräumen. Normalerweise sammel ich keinen Müll, wenn ich mit Sam unterwegs bin, da ich ja sowieso nur eine Hand frei habe und mich lieber auf ihn konzentrieren möchte. Als ich aber dann diese Wasserpistolen Verpackung am Wegesrand der Kuhwiese gesehen hab, konnte ich einfach nicht daran vorbei gehen. Frage mich immer noch, wie dringend es gewesen sein kann, die sofort auszupacken. Und womit derjenige sie wohl befüllt hat (ich hab eine zu lebhafte Phantasie was das angeht sag ich dir :D)? Jedenfalls hab ich besagte Verpackung dann als "Müllsack" benutzt und auf dem Weg noch so einiges gefunden und zu Hause fachgerecht entsorgen können.

Was mir dabei besonders aufgefallen ist, ist die Nähe zum nächsten Abfalleimer, in der ich viel Verpackungsmüll gefunden hab. Teilweise lag der Müll wirklich nur 2 Schritte vom Eimer entfernt. Ausserdem waren viele Snack Verpackungen und anderes dabei, was ich eher bei Kindern und Jugendlichen vermuten würde (auch vor dem Hintergrund, das der besagte gut erreichbare Mülleimer zu einer Bushaltestelle gehört). Das wiederum hat mich zum Nachdenken darüber angeregt, wie so viele Probleme der Welt gut in Angriff genommen werden könnten, wenn das Bewusstsein dafür schon im Kindesalter erlernt würde. Diesen Gedanken werde ich definitiv in Zukunft weiter verfolgen, denn ich habe da schon die eine oder andere Idee.

 

 

 

Das waren meine Erlebnisse und Aha-Momente in dieser ersten Woche im plastikfreien Juli 2018. Wie sieht es bei dir aus, machst du auch mit? Was hast du diese Woche gelernt? Ich freue mich über jeden Kommentar!

 

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