#plasticfreejuly - Woche 4 im plastikfreien Juli - Tagebuch von Carolina Fee

 

Der plastikfreie Juli 2018 neigt sich seinem Ende mit der letzten (vollen) Woche in diesem Monat. Unfassbar, wie schnell die Zeit verging! Falls du zufällig über diesen Beitrag gestolpert sein solltest, kannst du dir gerne vorher noch meine Tagebucheinträge für Woche 1, Woche 2 und Woche 3 ansehen.
Ansonsten gibt's hier noch mal eine kleine Zusammenfassung, worum es beim #plasticfreejuly eigentlich geht. (Und ja, ich mache damit sozusagen auch Werbung für eben diese Non-Profit Organisation)

Plastic Free July - Say No to Single Use Plastic 300ppi.png

Was ist der #PlasticfreeJuly?

Der plastikfreie Juli ist eine weltweite Bewegung, die zur Reduktion von Plastikmüll anregen soll und im Allgemeinen auf das Problem aufmerksam machen will. Mit den Hashtags #choosetorefuse und #plastikfreejuly nehmen über 2 Millionen Privatpersonen und Unternehmen teil und teilen ihre Aktionen und Alternativen mit der Welt. Die vier größten Plastikmüll Verursacher, nämlich Plastik Trinkhalme, Coffee To Go Becher, Plastiktüten und Plastikflaschen, sollen verstärkt angegangen werden. Dadurch kann jeder einen kleinen Beitrag leisten und dennoch einen großen Einfluss auf die Umwelt haben. Hier noch ein lustiges Video von den Initiatoren von PlasticfreeJuly.Org :)

 

 

Woche 4 #PlasticfreeJuly 23.07 - 29.07.2018

War es diese Woche HEIß in Deutschland! So heiß, dass ich kaum irgendwie funktioniert habe und auch nicht groß motiviert war, einzukaufen oder zu Kochen -.- Wenn ich nachts nicht gut schlafe ist einfach nichts mit mir anzufangen. Aber zurück zum Thema "plastikfrei"! Kleiner plastikfreier Tipp am Rande für heiße Tage: Kirschkernkissen kann man auch super im Kühlschrank runterkühlen und dann mit ins Bett nehmen #lifehack ;)

Da ich am letzten Wochenende 2 alte Kisten vom Dachboden entrümpelt hatte, fiel diese Woche verhältnismäßig viel Müll an. Muss mich doch immer wieder wundern, wieviel Kram man behält, auch wenn man ihn nicht mehr benötigt oder er sogar kaputt ist. Und für wie lange! Manche Dinge in besagten Kisten waren von 2011! So viele alte CDs samt Discman (was ein Relikt der Urzeit, oder?), so viel Plastikmüll. Da lob ich mir doch das digitale Zeitalter mit der Möglichkeit, Musik komplett müllfrei und Zero Waste per Datei zu kaufen.

Am Dienstag kam die Nachricht, dass Edeka (Werbung wegen Namensnennung) künftig Verpackungen aus Plastik bei Obst und Gemüse reduzieren will. Das wurde auch Zeit! Finde es so lächerlich, groß mit Schildern an der Kasse zu werben, man hätte keine Plastiktüten mehr der Umwelt zu Liebe, aber die Obst und Gemüseabteilung wimmelt nur so vor fludderiger Tütchen. Ich hoffe in Zukunft auf noch viel mehr solcher Nachrichten und dass wir nicht noch ewig auf die Umsetzung dieser Vorhaben warten müssen!

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Am Donnerstag war ich mit einer Freundin in Beckum am See (ist das nun auch Werbung?) und auch dort war das Außmas der Vermüllung leider erschreckend. Wir waren schon sehr früh morgens dort und konnten beobachten, wie ein einziger Mitarbeiter für Ordnung sorgen musste. Mehr als das Auswechseln der überquellenden Mülleimerbeutel hat er aber nicht bewältigen können, bevor mehr und mehr Badegäste am See eintrafen. Die Liegewiese war gesät mit Zigerettenstummeln, Eisverpackungen und leeren Bierflaschen und wir mussten lange suchen, bis wir ein einigermaßen sauberes Plätzchen zum Liegen gefunden haben. Selbst am Rande des Ufers lag Plastik aller Art und schwamm zudem noch im See herum. Ich hoffe, dass wenigstens ein paar der Seebesucher genauso entsetzt darüber waren, wie ich, und zumindest ihr eigenes Verhalten dementsprechend anpassen und ihren Müll wegräumen.

Später am Abend hab ich noch aus den ersten deutschen Äpfeln der Nachbarschaft Apfelmus gekocht. Die hatte nämlich eine Nachbarin als Fallobst eingesammelt und war so lieb, welche vorbei zu bringen. Einkochen und Marmelade machen sind so toll ursprüngliche Verfahren, um das Gute des Sommers bis in den Winter zu Konservieren, wenn die Auswahl an lokalem Obst mager wird. Und spart außerdem eine Menge Müll, Geld und Ressourcen! Du kannst dich also auf einige Rezepte mit Apfelmus freuen demnächst ;)



Freitags kam meine Bestellung von Monique Rotteveel (Werbung wegen Verlinkung) endlich an. Monique kommt aus den Niederlanden und stellt Bikini, Surf und Yoga Wear aus Recycling Materialien her. Da ich schon länger dringend einen neuen (gut passenden!) Sport BH/Bikini brauchte, war der Sommer Sale die optimale Möglichkeit, auch hier endlich auf eine hübsche und doch nachhaltige Alternative umzusteigen. Moniques Päckchen kam komplett plastikfrei bei mir an, worüber ich mich sehr gefreut habe. Die einzelnen Teile jedoch waren in "biologisch abbaubaren" Folien verpackt, was definitiv besser ist als reguläres Plastik, aber immer noch nicht optimal. (Meine Meinung zu Bio Plastik gibt es demnächst hier in einem neuen Artikel) Besonders doof war, dass ich die Bio Plastik Tüten zu sorglos aufgemacht hab, so dass ich sie nicht wirklich gut wiederverwenden konnte. Meine alten Sportsachen bzw. Bikinis verkaufe und spende ich übrigens....falls du jemanden kennst mit Größe S ;)

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Außerdem hab ich am Freitag angefangen, morgens nach dem Aufstehen einen grünen Saft zu machen. Da ich in letzter Zeit durchgehend Bauchweh hab und auch schon damit wach werde, hab ich meinen treuen Vertrauten Pinterest um Hilfe gefragt. Und siehe da! Ingwer, Sellerie, Zitrone und Gurke sollen alle gegen Blähbäuche helfen, also dachte ich mir ich versuch's mal. Schmeckt gar nicht mal so übel und macht auf jeden Fall wacher morgens als Kaffee (und ich muss jetzt immer an das grüne Gebräu von Tony Stark in Iron Man denken, wenn ich meinen Saft trinke, weil ich bei Instagram darauf angesprochen wurde :D).
Leider ist mein Ersatz-Mixer (der Motor meiner Küchenmaschine war vor einiger Zeit durchgebrannt und meine Ma hatte noch so einen Smoothie Maker im Keller) an einem Stück Sellerie zum Erliegen gekommen und das Verbindungsstück brach kaputt (Plastik natürlich). Dadurch hatte ich jetzt wieder eine Menge Plastikmüll mehr, als ich beeinflussen konnte. Hab ja gesagt diese Woche war heftig.

 

Am Samstag habe ich wider Erwarten meine erste vegane Wurst gegessen! Und ich hatte glaube ich in der Woche zuvor noch davon gesprochen, dass ich das niiiieeee machen würde :D sag niemals nie! Wie es dazu kam: Auf dem Gartenfest der Eltern einer Freundin gab es besagte Würstchen weil ein anderer Nachbar Vegetarier ist. Und da dachte ich mir, wenn die Packung eh schon auf ist, probier ich die doch einfach mal! Sagen wir mal so meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht (denn ich hatte keine!), und es war äußerst merkwürdig. Gut, ich weiß jetzt dass Fleischersatzprodukte nichts für mich sind, aber das hatte ich ja vorher schon vermutet. Ich fand's immer schon cool, wenn man Sahnesoßen und ähnliches milchfrei nachahmen konnte, aber das ist für mich irgendwie was anderes.
Ansonsten war ich auf der Party theoretisch für 2 PET Flaschen verantwortlich, weil ich diese leer getrunken hab. Allerdings war ich mir da auch nicht so sicher: Wenn ich nun Plastik "mitbenutze" welches jemand anderes gekauft hat, unterstütze ich dann den Plastikkonsum und widerspreche allem wofür ich kämpfe? Ich wollte auch niemanden belehren in dem Moment, wobei ich die Situation im Nachhinein betrachtet wahrscheinlich doch anders geregelt hätte. Der Weg in ein plastikfreies Leben ist eben nicht immer leicht und wir lernen alle ständig dazu.

 

 

Am Sonntag hab ich das erste Rezept für mein neues (noch geheimes) Projekt kreiert und es hat auf Anhieb geklappt! Da ich noch relativ neu im Backen ohne Eier bin, hatte ich schon ein bisschen Respekt davor. Umso mehr hab ich mich dann aber gefreut, wie grandios die glutenfreien und veganen Brombeer Hafer Muffins (mit Brombeeren aus dem eigenen Garten) geworden sind. Kleiner Tipp: Wenn du als erste/r erfahren willst, worum es bei meinem geheimen Projekt geht, trag dich für meinen Newsletter ein ;)

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Nächste Woche gibt's hier an dieser Stelle ein kleines Fazit von meinem plastikfreien Juli in diesem Jahr mit einem Rückblick auf meine Ziele, wie und ob ich diese erreicht habe, und wie ich das Gelernte aus diesem Monat in Zukunft in meinem Leben anwenden werde.

 

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