Plastikfrei Backen 101 - meine Tipps für nachhaltigere Back-Utensilien und Küchenzubehör

 

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In diesem zweiten Teil der kleinen Serie “Plastikfrei Backen 101” möchte ich dir einige Tipps für nachhaltigere und vorallem plastikfreie Back-Utensilien und Küchenzubehör geben, damit du auch im Bezug auf dein Equipment die Umwelt so wenig wie möglich belastest.

(Teil 1 mit meinen Tipps für nachhaltigere Zutaten ohne Unverpackt Laden (Vegan & Glutenfrei) beschäftigt sich mit plastikfreien Zutaten, die du auch ohne Unverpackt Laden im normalen Supermarkt, Bioladen/Reformhaus oder online kaufen kannst)

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In diesem Artikel zeige ich dir, was ich so an nachhaltigeren Back-Utensilien in meiner Küche habe, die ich empfehlen kann. Natürlich ist auch meine Küche noch nicht komplett plastikfrei, da ich noch einige Dinge aus Plastik besitze, die ich auch noch so lange verwende, bis sie den Geist aufgeben. Allerdings versuche ich dabei darauf zu achten, dass diese Plastik-Gegenstände nicht mit heißen Nahrungsmitteln in Kontakt kommen, um eine Übertragung von Schadstoffen zu minimieren. Auf Dauer möchte ich aber gerne ganz weg von jeglichem Plastik in meiner Küche, da auch beim Spülen Mikroplastik freigesetzt werden kann.

Allgemein lässt sich also sagen, verwende das was du hast, bevor du dich für eine neu hergestellte nachhaltige Alternative entscheidest. Oder schau nach Second-Hand weitergegebenem Küchenzubehör von Freunden oder Verwandten, denn auch in der Küche ist Second-Hand nichts Ekliges - man kann ja schließlich alles sauber machen 😉!

Biologisch abbaubare beziehungsweise recyclebare Natur-Materialien wie Holz, Glas oder Edelstahl sind für deine plastikfreie Küche eine gute Alternative, egal ob als Quirl, Rührschüssel oder Backform. Im letzen Abschnitt geht es auch noch um das Thema Backpapier, welches in Zero Waste Kreisen nicht immer einfach zu handhaben ist.

Viel Spaß beim Blick in meine Schränke…naja, zumindest im übertragenen Sinne😁!

Rührschüsseln und Backformen

Plastikfrei Backen 101 - meine Tipps für nachhaltigere Back-Utensilien und Küchenzubehör Rührschüsseln.jpg

Bei Rührschüsseln sowie Backformen ist (hitzebeständiges) Glas meine erste Wahl. Außerdem habe ich vor Kurzem noch diese Schüsseln aus Metall von meiner Oma geerbt, welche auch schon schätzungsweise ein halbes Jahrhundert in ihrem Besitz gute Dienste geleistet haben. Bei Pure Nature gibt es eine riesige Auswahl an nachhaltigem Backzubehör, falls du nicht zufällig auch solche Prachtstücke von deinen Vorfahren abluchsen kannst. Dort gibt es auch wunderschöne Glas-Kochtöpfe (was ich ja nie im Leben für möglich gehalten hätte, aber scheinbar funktioniert das).

Warum besser keine Rührschüsseln aus Plastik?

Hast du schon mal eine so richtig alte und häufig gebrauchte Rührschüssel von Tupper gesehen? Zum einen verfärben sie sich oft unschön und nehmen nach der Zeit Gerüche an. Auf der anderen Seite nutzen sie sich wortwörtlich ab - gerade bei der Verwendung mit einem elektrischen Quirl - und können so immer mal wieder Mikroplastik in dein Essen abgeben. *örks* Bei Materialien wie Glas oder Edelstahl passiert das nicht, also sind sie besser für dich und für die Umwelt.

Auch die meisten Backformen sind leider “Anti-Haft” beschichtet, also auch mit einer Schicht aus Plastik überzogen. Alternativ dazu empfehle ich dir Backformen aus Keramik oder hitzebeständigem Glas. Bei beiden Varianten hatte ich auch ohne Beschichtung noch nie Probleme beim Backen 😉.

essentielle Koch- Und Back-Instrumente

Plastikfrei Backen 101 - meine Tipps für nachhaltigere Back-Utensilien und Küchenzubehör Messbecher Quirl Nudelholz Löffel.jpg

Essentiell für’s plastikfreie Backen - zumindest für mich - sind ein paar gute Messbecher und Löffel. Natürlich kannst die Löffel aus deinem Besteckkasten und eine normale Tasse zum Abmessen deiner Zutaten verwenden, aber ich mag die Genauigkeit der Messbecher sehr gerne. Das Backen mit Messbechern habe ich aus dem amerikanischen Raum für mich vor einigen Jahren übernommen, weil ich viele Rezepte von Pinterest ausprobiert habe, und bin seitdem dabei geblieben. Außerdem hat die Benutzung von Messbechern zum Backen den ganz klaren ökologischen Vorteil, dass sie ohne jeglichen Strom oder Batterien immer einsatzbereit sind, ganz im Gegenteil zur üblichen Küchenwaage.

Auch ein NudelHOLZ ist gerade für die Weihnachtsbäckerei mit allerlei Plätzchen, die es auszurollen gilt, unersetzlich. Allerdings kannst du auch jede Flasche, die du gerade im Haus hast, super als Nudelholz misbrauchen, falls du nicht so oft backst. Ansonsten lohnt sich die Anschaffung eines klassischen aus Holz (wie der Name schon sagt) oder auch eines aus Marmor*, welches nicht nur ultra chic ist sondern durch seine steinige Kühle zusätzlich den Teig davon abhalten kann, zu klebrig zu werden.

Ein guter großer Löffel und Quirl sollten in jeder Küche vorhanden sein, wie ich finde, egal wie minimalistisch sie auch sein mag. Und auch die funktionieren - oh Wunder! - ganz ohne Plastik.




Küchen-Allrounder, die auch beim Backen helfen

Plastikfrei Backen 101 - meine Tipps für nachhaltigere Back-Utensilien und Küchenzubehör Sieb Eisportionierer.jpg

Falls du ein*e Hardcore Minimalist*in bist, “brauchst” du bestimmt keinen Eisportionierer in deinem Küchen-Repertoire, aber lass dir von mir sagen - die Teile sind Gold wert! Man kann sie nämlich nicht nur zum Portionieren von Eis sondern auch für viele andere Dinge verwenden. Eine große Hilfe ist so ein Eis-Portionierer nämlich auch beim Formen von gleichmäßig großen Cookies (wie z.B. meinen super leckeren Chocolate Chip Cookies), weshalb er es auch hier auf meine Liste geschafft hat. Einmal einen aus Edelstahl angeschafft, begleitet er dich sicherlich dein ganzes Leben (immer gut pflegen und direkt nach der Benutzung kurz abspülen).

Auch Metall-Siebe nehmen dir nicht nur beim Backen viel Arbeit in der Küche ab. So kannst du sie z.B. zum Sieben von Mehl oder Puderzucker verwenden, oder auch eingeweichte Hülsenfrüchte damit abgießen und abspülen.

Backpapier und Muffin-Förmchen

Plastikfrei Backen 101 - meine Tipps für nachhaltigere Back-Utensilien und Küchenzubehör Backpapier Muffin-Förmchen.jpg

Falls du auch gerne mal kleinere Küchlein backst (also Muffins oder Cupcakes) ist dir vielleicht schon aufgefallen, wie viel Müll durch die einzeln in Papier gebackenen Teilchen anfällt. Die beste und nachhaltigste Lösung ist hier meiner Meinung nach ein gut eingefettetes Backblech speziell für Muffins. Da die meisten üblichen Backformen allerdings “Anti-Haft” beschichtet sind (3 mal darfst du raten, womit) empfehle ich dir, auch beim Thema Muffins nach einer aus Keramik Ausschau zu halten. Die aller erste Wahl, wenn du eh nur selten Cupcakes oder Muffins machst, wäre, eine Muffinform bei Freunden auszuleihen. So hast du nichts Neues in der Küche stehen und es mussten auch keine neuen Ressourcen für dein seltenes Backvorhaben benötigt.

Auch beim Thema Backpapier stößt man als Zero Waste’ler an seine Grenzen: es ist und bleibt nunmal ein Wegwerf-Produkt, welches meistens auch nur einmal verwendet wird. Um der totalen Vermüllung beim Backen (vor allem in der Hochsaison zur Weihnachtszeit) zu entgehen, kannst du dein vorhandenes Backpapier auf jeden Fall schon mal so oft benutzen wie nur irgend möglich. Gerade beim Plätzchen-Backen wird Backpapier kaum “dreckig” und kann getrost für mehrere Backbleche wiederverwendet werden.

Eine andere Zero Waste und plastikfreie Alternative für die Benutzung von Backpapier ist auch hier das Einfetten und eventuell auch Bemehlen der Backbleche. Je nach Rezept kann man so ganz auf Backpapier und Müll verzichten und muss keine Sorge haben, dass das Gebäck am Backblech kleben bleibt.

Von wiederverwendbaren Backmatten rate ich auch hier ab, da diese meist aus Silikon (ich habe so ein Modell aus meiner Zeit vor Zero Waste und finde das Gebackene nimmt den Geruch der Matte an) oder Teflon bestehen, und somit natürlich wiedermal aus Plastik sind und gesundheitlich nicht zu empfehlen. Meine alte Silikon-Backmatte benutze ich jetzt nur noch als Unterlage zum Kneten und Ausrollen, da mir der Gebrauch im Ofen einfach zu unsicher ist.

Oben auf dem Bild abgebildet sind meine liebsten Öko-Alternativen für Backpapier und Muffin-Förmchen (falls die oben genannten Vorschläge mal nicht zutreffen sollten) von der Marke “If you care”, gekauft bei purenature.de. Falls du einen Unverpackt Laden oder Bioladen/Reformhaus in der Nähe hast, die diese Marke anbieten, umso besser!


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Das war Teil 2 meiner Serie “Plastikfrei Backen 101” (hier findest du Teil 1 Plastikfrei Backen 101 - meine Tipps für nachhaltigere Zutaten ohne Unverpackt Laden (Vegan & Glutenfrei)).

Ich hoffe, ich konnte dir einige Beispiele dafür zeigen, wie man auch beim Backen viel Plastik mit der nachhaltigeren Wahl seiner Back-Utensilien und seinem Zubehör sparen kann. Schreib mir gerne einen Kommentar, wenn dir noch mehr Tipps für plastikfreies Backzubehör einfallen, damit die Liste weiter wachsen kann.

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